Dieser Rentner (83) wollte 81 Zeugen Jehovas erschießen
... zum Glück klemmte seine Maschinen-Pistole
26.01.2010 - 16:53 UHR
Von M. BREKENKAMP und K. WESSEL
Ganz akkurat kam er ins Gericht: mit grüner Trachtenjacke, Krawatte und weißem Einstecktuch.
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Maschinenpistole
Mit dieser Maschinenpistole stürmte Horst A. das Gebetshaus der Zeugen Jehovas
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Rentner Horst A. (83) wirkt bieder. In Wahrheit ist der Mann gefährlich. Denn: Er wollte 81 Zeugen Jehovas mit einer Maschinenpistole in ihrem Gebetshaus erschießen. Doch die Knarre klemmte ...
Jetzt steht der Amok-Rentner wegen 81-fachen versuchten Mordes vor dem Landgericht Bielefeld.
Die Tat: Am 30. Juli 2009 fuhr Horst A. zum Gebetshaus der Zeugen Jehovas. 81 Gläubige hatten sich dort versammelt – Männer, Frauen und Kinder. Der Rentner hielt vor der Tür, vermummte sich mit einer Sturmhaube, zog Handschuhe an, lud seine tschechische Maschinenpistole mit Schalldämpfer durch, stürmte das Gebäude.
Klick, klick machte die Waffe – und nichts passierte.
Zeuge Matthias Tews (44): „Er stand vor mir und meiner Familie, drückte ab, aber die Waffe versagte.“ Eine Ladehemmung rettete ihr Leben. Mehrere Zeugen überwältigten den Rentner.
Die Beamten fanden in seiner Tasche drei Magazine mit 89 Schuss. Und in seinem Auto ein Samuraischwert, ein Jagdmesser und einen Kanister Benzin. Der Staatsanwalt: „Er handelte aus Hass auf die Glaubensgemeinschaft, der sich seine Tochter vor 44 Jahren anschloss und der Familie den Rücken kehrte. Mit diesem Verlust ist er nie fertig geworden. Nur weil seine Waffe versagte, wurde ein Massaker verhindert.“
Dem Rentner droht lebenslange Haft.
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